6. Mai 2014

“Angst essen Seele auf”, eine Zeile, die Sie sicher schon öfter gelesen oder gehört haben.  Aber wissen Sie, wie es auch im Berufsleben dazu kommen kann?

Hatten Sie schon Mal Angst ”Nein” zu sagen? Einem Vorgesetzten gegenüber “Nein” zu sagen?
Nein  wie -ich kann heute nicht länger bleiben? Nein wie – ich verstehe nicht, was Sie meinen?
Nein wie – ich bin nicht mit Ihrer Vorgehensweise einverstanden? Nein wie –  ich empfinde Ihren Ton als verletzend?
Nein wie – ich fühle mich respektlos behandelt? Nein wie – ich habe Angst in die Arbeit zu kommen?
Nein wie – ich fühle mich überfordert? Nein wie – ich habe den Eindruck, dass Sie an meiner Meinung nicht interessiert sind?

Es gibt viele verschiedene Arten Unzufriedenheit, Sorgen und Ängste anzusprechen und/oder auszudrücken.
Und es gibt immer bessere und schlechtere Methoden sich mitzuteilen. Und es gibt immer einen guten und viele schlechte Zeitpunkte kritische Themen anzusprechen. Aber eines bleibt immer gleich.
Die Angst davor, verletzt zu werden. Wegen einem “Nein” abgelehnt und zurückgewiesen zu werden. Vielleicht sogar gedemütigt und ausgelacht oder lächerlich gemacht zu werden.

Wenn in einem Unternehmen die Angst regiert – dann sind Vertrauen, Respekt und Wertschätzung Fremdworte.
Dann hat es Vertrauensbrüche, Verletzungen und Demütigungen bereits gegeben. Dann ist der Alltag geprägt von Verstecken, Verbergen, Vertuschen und Verleugnen. Fehler sind bei Strafe verboten, die Unternehmenskultur ahndet Fehler wie Schwerverbrechen oder schwere persönliche Vergehen.

Eine solche “Kultur der Angst” wird maßgeblich von Führungskräften geschaffen, deren Selbstbild verzerrt und deren Selbstwahrnehmung gestört ist. In deren näheren Umfeld sich mehr Ja-Sager als sonst wo befinden und kritische Stimmen längst verstummt sind.

Wenn Sie sich in einem solchen Umfeld befinden, dann wehren Sie sich nach Kräften und mit allen gebotenen Mitteln.
Wenn alles nichts hilft, dann verlassen Sie das Unternehmen. Denn dann haben Sie keine Chance Ihre/n Vorgesetzte/n  zur Einsicht zu bringen.
Gehen Sie, bevor das Gefühl der Angst Sie zum Verstummen bringt und Ihr Selbstwertgefühl  so klein geworden ist, dass Sie gar nicht mehr den Mut und die Stärke aufbringen, sich zu verändern. Und bevor Sie aus Angst Fehler zu machen, so viele Fehler machen, dass Sie selbst das Gefühl bekommen, nicht mehr gut genug zu sein. Es nicht besser zu verdienen.

Verlassen Sie dieses Unternehmen, lassen Sie diese/n Vorgesetzte/n hinter sich. Und bringen Sie all Ihre Stärken und Ihre Freude am gemeinsamen Erfolg in ein Unternehmen ein, dass Ihr Hinterfragen und Ihre Haltung zu schätzen weiß.
Und Sie werden wieder aufblühen, zu Ihrem Wohle und zum Wohle des Unternehmens.

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