5. März 2013

Warum ist es wichtig, dass Sie es tun? Welchem Zeck dient es? Welches Ziel verfolgen Sie? Welche Absichten haben Sie? 

Erinnern Sie sich an das letzte Mal, als Ihnen in einem Gespräch diese Fragen gestellt wurden? 
Oder wann Sie sich diese Fragen zuletzt selbst gestellt haben? 

Die Frage ”Was tun Sie ?”  wird häufig gestellt und ist zumeist schnell beantwortet. Ob für den Einzelnen oder eine ganze Organisation.

Die Frage nach dem “Warum” hingegen bringt eine ganz eigene Dynamik in Gang. Egal ob sie einem gestellt wird oder ob man sich das selbst fragt. Diese Frage führt tiefer.

Und die Antworten führen weiter. Sie führen zum eigentlichen Kern der Persönlichkeit. Hier finden Sie die Quintessenz dessen, was Sie ausmacht, was Ihnen wichtig ist, was Sie antreibt. 

Egal, ob Sie sich als Person oder als Organisation mit dem “Warum” Ihres Tuns auseinandersetzen. Es wird nicht einfach. Nicht immer ist der eigentliche Grund für etwas auf den ersten Blick verständlich oder sichtbar.
Und doch gibt es für alles einen Grund bzw. einen Zweck. Den gilt es zu finden und herauszuarbeiten.

Wenn Sie sich als Person alleine mit dieser Frage beschäftigen, dann sollten die Antworten besser ehrlich sein. Wem nützt es denn, wenn Sie sich selbst in die Tasche lügen? Wenn Sie hingegen ehrlich mit sich selber sind, werden Sie einen großen Schritt zu sich selbst gemacht haben. Und einige Ihrer Verhaltensweisen (und die Reaktionen darauf) besser verstanden haben. Hier setzt Selbstreflexion an. 

Wird diese Frage innerhalb einer Organisation gestellt, liegt ihre Qualität auch im Prozess, den sie in Gang bringt. Ein gemeinsamer Denkprozess wird gestartet. Ein gemeinsames Vordringen zum ureigensten Zweck der Organisation.
Dem Herausfiltern dessen, warum Sie tun, was Sie tun.

Die Antworten, die Sie finden, werden darüber entscheiden, ob die Mitarbeiter mit Begeisterung und Freude morgens zur Arbeit kommen oder nicht. Ob der Unternehmenszweck, den Sie für Ihre Organisation herausgearbeitet haben und der Ihr Tun zukünftig leiten wird, die Mitarbeiter inspiriert und motiviert oder desillusioniert bzw. langweilt.

Der Prozess gelingt, wenn Sie offen und neugiering an die Sache herangehen. Und wenn Sie ehrlich sind.

Menschen suchen, heute mehr als je zuvor, nach einem übergeordeten Sinn, einem Zweck, dessen was sie tun. Und sie wollen in Unternehmen mitarbeiten, die das verstanden haben. Diesen Unternehmen wird, wenn es zu einem Jobwechsel kommt, jedenfalls der Vorzug gegeben. 

Ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitern keinen wirklich guten und inspirierenden Grund liefern kann, warum sie bei ihm mitarbeiten und stets ihr Bestes geben sollten, läuft Gefahr die besten Mitarbeiter zu verlieren bzw. sie gar nicht erst zu bekommen. 

Inspirierende Antworten auf diese Fragen zu finden ist weit mehr, als bloß ein netter Zeitvertreib. Die Qualität des Prozesses und die der Antworten bilden eine der Säulen “gewinnender” Unternehmenskulturen.

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